VP-STR Christian Vymetal: Modernes Behörden- und Dienstleistungszentrum in der Brucker Burg!

Die Brucker Stadtgemeinde hat jetzt die Weichen für eines der bedeutendsten Revitalisierungsprojekte der Ostregion gestellt!

Die Brucker Burg, deren Geschichte bis in die Anfänge des 14. Jahrhunderts zurückreicht, wird renoviert und zu einem Behörden- und Dienstleistungszentrum umgebaut. Auf der angrenzenden ca. 3000 m² großen Freifläche soll darüber hinaus ein modernes 4 Sterne-Winzerhotel errichtet werden, das gleichfalls für die gesamte Auland-Carnuntum-Region wichtige Impulse setzen soll.

Der Spatenstich für das Gesamtprojekt unter der Federführung der Raiffeisen-Leasing und der Bau- und Wohnungsgenossenschaft Wien Süd soll bereits im Jahr 2008 erfolgen. Die Fertigstellung ist für 2010 geplant. Insgesamt werden für Hotelneubau und Burgrenovierung mehr als 18 Millionen Euro investiert.

Die denkmalgeschützte Burg und das angrenzende Grundstück - insgesamt rund 7250m² - befinden sich seit 1991 im Besitz der Stadt. Die Bedeutung des Projekts für Bruck und die Region östlich von Wien lässt sich auch daran ermessen, dass sich alle drei im Gemeinderat vertretenen Parteien - SPÖ, ÖVP und Grüne - einstimmig zur Revitalisierung und Neugestaltung als Behörden- und Dienstleistungszentrum bekennen.

Stadtrat Christian Vymetal und Bürgermeisterin Christa Vladyka: „Ein derartiges Projekt ist nur erfolgreich zu verwirklichen, wenn alle Beteiligten im Sinne der Stadt an einem Strang ziehen. Daher wurde auch das Bundesdenkmalamt von Anfang an in alle Planungen intensiv eingebunden."

Rathaus soll in die neue Burg übersiedeln

Einen Teil des 4300m² großen künftigen „Dienstleistungszentrums Burg" wird die Gemeinde selbst nützen. „Die Räumlichkeiten im derzeitigen Brucker Rathaus entsprechen längst nicht mehr den Anforderungen, die die Bürger zu Recht an eine moderne Verwaltung stellen. Das neue

Zentrum in der Burg wird für alle barrierefrei erreichbar und so wesentlich bürgerfreundlicher und serviceorientierter sein," erläutern Bürgermeisterin Christa Vladyka und STR Christian Vymetal weiter. Darüber hinaus werden allerdings auch bereits mit mehreren weiteren Interessenten Gespräche geführt, die die moderne Infrastruktur der Burg in Zukunft für kundenorientierte Büros nützen wollen.

Äußerst vielversprechend sind auch alle bisher vorliegenden Studien für das geplante Winzer-Hotel. SP-Bürgermeisterin Christa Vladyka und VP-Klubobmann Christian Vymetal unisono: „Die Erfolgsprognosen haben unsere Erwartungen sogar noch übertroffen. Jetzt geht es in den nächsten Wochen darum, in intensiven Verhandlungen den idealen Betreiber zu finden, der die Chancen, die ihm die Centrope-Region im Schnittpunkt der Twin-Cities Wien und Bratislava und natürlich auch Budapest bietet, bestmöglich nutzt." Vymetal weiter: „Diese Jahrhundertchance für unsere Stadt dürfen wir uns nicht entgehen lassen."

Als Baurechtnehmer war auch die Raiffeisen-Leasing von Anfang an um engste Zusammenarbeit mit allen Partnern vor Ort bemüht. Mag. Peter Engert, Geschäftsführer der Raiffeisen-Leasing: „Durch die intensive Kooperation mit der Raiffeisenbank Bruck-Carnuntum konnten wir lokales Know-how und Kontakte mit der langjährigen Erfahrung der Raiffeisen-Leasing bei vielen ähnlich gelagerten Projekten verbinden und im Interesse unseres Kunden, der Stadtgemeinde Bruck/Leitha, optimieren."

Winzer-Hotel kann Leitbetrieb für die gesamte Region werden

Nach achtwöchiger intensivster Projektentwicklungsarbeit präsentierte die Projektgruppe unter der Leitung von Dkfm. Dr. Konstantin Ploberger kürzlich  die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie (Feasibility Studie) und der architektonischen Vorplanung für das 4* Hotelprojekt am Burggelände von Bruck/Leitha. Das geplante Hotel liegt inmitten der Ganzjahres-Destination Auland-Carnuntum, die sich durch die gute Lage zwischen Wien und Bratislava (die Autobahnspange von Kittsee nach Bruckneudorf wird noch im Laufe dieses Monats eröffnet), zwei Nationalparks, die historischen Sehenswürdigkeiten und die berühmten Weinbaugebiete aus.

Da auch für die Winzer der Tourismus eine immer wichtigere Rolle spielt und ein Hotel immer auch eingefügt ist in ein regionales Kultur- und Wirtschaftsleben, entstand die Idee das Projekt als Themenhotel rund um

das Thema Wein zu entwickeln. Als Projektgrundstück für das Winzer-Hotel (Arbeitstitel) steht der „Burghof" zwischen der Burg und dem Gesundheitszentrum (Ärztezentrum) in der Nähe des Hauptplatzes und des Schloss Prugg bzw. Harrach zur Verfügung.

Wellness und Seminare im Winzerhotel

Die Machbarkeitsstudie wurde von der HORWATH Tourismus Consulting Austria GmbH in Zusammenarbeit mit der CIMA Gesellschaft für gewerbliches und kommunales Marketing mbH erstellt, wobei die CIMA im Rahmen einer Firmenbefragung den Bedarf der heimischen bzw. regionalen Wirtschaft an neuen Hotelkapazitäten ermittelte. Demnach ergab sich ein Nächtigungspotential (gesicherter Schätzwert) von 18.400 Nächtigungen pro Jahr. Diese Zahl betrifft den Bereich des Geschäfts- und Seminartourismus aus der Region sowie den Weintourismus der Region und ist jedoch noch zu ergänzen mit dem Nächtigungspotential des Passanten-Tourismus durch die Nähe zur Ostautobahn A4 (mehr als 34.000 Pkws und 800 Busse bzw. Pkw mit Anhänger pro Tag im Durchschnitt), dem Gruppen-Tourismus (für Sternfahrten in die nähere und weitere Umgebung), dem Flug-Tourismus (der Flughafen Schwechat ist nur 26 km entfernt) und einem Seminar-Tourismus, der durch hoteleigene Veranstaltungen generiert werden kann. Dementsprechend entwickelte HORWATH ein Strategiekonzept, das als Positionierung ein Winzerhotel als Ganzjahres-Hotel der 4* Kategorie als Leitbetrieb in Bruck/Leitha und der Region Auland-Carnuntum vorsieht. Die Einzigartigkeit des zukünftigen Winzer-Hotels dokumentiert sich in einem 4* Voll-Hotel mit modernsten MICE-Bereich (State-of-the-Art Seminar- und Konferenzeinrichtungen) und Vitaltraining (Fitness und Reha) sowie einer Vinothek mit den qualitativ hochwertigen Weinen aus der Region und ganzjähriger Gästebetreuung.

Der B&M Architektur ist es gelungen, auf dem vorhandenen Grundstücksareal des Burghofs inkl. Seitentrakt der Burg und dem Stöckl-Gebäude, das von HORWATH erstellte Raumprogramm weitgehend planerisch umzusetzen, wobei der Planentwurf bereits mit dem Bundesdenkmalschutz abgestimmt wurde. Es ergaben sich insgesamt 84 Zimmer á ca. 25 m² Nutzfläche (inkl. Nasszelle) und einer Nutzfläche von insgesamt 4.470 m². Im Altbestand befinden sich die Vinothek, der

Bioladen, ein Veranstaltungsraum und einige Hotelzimmer. Derzeit wäre es auch noch möglich, zusätzliche Hotelzimmer in der eigentlichen Burg auszubauen und mit dem geplanten Bettentrakt zu verbinden.

Die Preispositionierung für das Zimmer wurde von HORWATH auf der Grundlage einer Mitbewerber- und Vergleichsanalyse und der Firmenbefragung vorgenommen. Demnach liegt der Listenpreis inkl. Frühstück und Mehrwertsteuer bei EUR 80,-- bis 100,-- pro Person im Einzelzimmer und EUR 60,-- bis 70,-- pro Person im Doppelzimmer. Unter Berücksichtigung eines angenommenen Gäste-Mix und von bestimmten Annahmen über Geschäftsvolumen, Discounts und Doppelbelegungsfaktoren je Gästesegment ergibt sich ein durchschnittlicher Logiserlös (ohne Frühstück und Mehrwertsteuer) pro Zimmer in Höhe von EUR 61,90 im ersten Betriebsjahr (2011). Die Zimmerbelegung im ersten Betriebsjahr wurde mit 55% angenommen. Dies entspricht 24.241 Gästeübernachtungen bzw. 39,5% durchschnittliche Bettenbelegung. Innerhalb von fünf Jahren gehen die Gutachter von einem Anstieg der durchschnittlichen Zimmerbelegung von 55% auf 67% aus. Es handelt sich hierbei nach Ansicht der Beratung um vorsichtig realistische Annahmen.

Unabhängige Berater empfehlen Hotelbau

Die Ergebniserwartungsrechnung für das Hotel wurde von HORWATH EDV-gestützt für die ersten fünf Betriebsjahre erstellt. Hierbei wurden auch öffentliche Förderungshilfen zugrunde gelegt. Dkfm. Dr. Konstantin Ploberger: „Zusammenfassend ist festzustellen, dass unter den vorhandenen Gegebenheiten und gesetzten Annahmen das Projekt Winzer-Hotel in Bruck/Leitha sowohl nach liquiditätsmäßigen als auch kostenrechnerischen Gesichtspunkten wirtschaftlich tragfähig und somit aus der Sicht der unabhängigen Beratung zu befürworten ist."

Moderne Architektur, umweltfreundliche Materialien

Architektonisch soll das Hotel allen Anforderungen entsprechen, die an einen Neubau inmitten eines historischen Stadtkerns gestellt werden. Schon bei den ersten Entwürfen haben die Architekten größten Wert auf

umweltfreundliche Materialien, energieschonenden Betrieb und einladende Atmosphäre gelegt. Der Arbeitstitel „Winzerhotel" verrät schon die grundsätzliche Ausrichtung des Hotels, nämlich dass sehr stark mit regionalen Organisationen zusammengearbeitet werden soll und die Spezialitäten der Region, wie der Spitzenweinbau in das Konzept dieses Hotels eingebaut werden sollen.

Die Vinothek mit regionalen und internationalen Weinen soll ebenso in den historischen Teil des Hotels integriert werden, wie ein Spezialitätenrestaurant, das in den Stöcklteil der Burg situiert vorgesehen ist.

Die Tagungsräumlichkeiten sollen Platz für ca. 120 Personen bieten und bei Bedarf auch von örtlichen Organisationen genutzt werden können.

Der Wellnessbereich ist auf dem Dach angeordnet und enthält neben Sauna, Dampfbad auch einen ausgedehnten Fitnessbereich.. Der gesamte Wellnessbereich kann auch von Tagesgästen besucht werden. Die Architektur soll ein zeitgemäßes, aber nicht aufdringliches Einbinden in das bestehende historische Ensemble ermöglichen und mit Materialien aus der Umgebung gestaltet werden.

Als Baubetreuer konnte die Wien-Süd, einer der führenden gemeinnützigen Wohnbauträger Österreichs gewonnen werden.  Wien-Süd hat neben dem eigentlichen Kerngeschäft, nämlich dem sozialen  Wohnbau, in den vergangenen Jahrzehnten große Erfahrungen bei der Errichtung von kommunalen und infrastrukturellen Einrichtungen für Gemeinden und Städte gesammelt. Unter anderem zeichnete die Genossenschaft auch für den Neubau von 26 Wohnungen und des Ärztezentrums mit 16 Ordinationen am östlichen Teil des Burgareals verantwortlich. Wien-Süd-Obmannstellvertreter DI Walter Koch: „Es war daher sachlich naheliegend, dass die Wien-Süd, aufbauend auf die schon bestehende gute Zusammenarbeit mit den Verantwortungsträgern der Stadt Bruck, ihr Know-How auch bei der Umsetzung dieses ambitionierten Projektes einbringt."